Die Hauptursache für unfachgerechte Baumpflege liegt in einer grundsätzlichen Entfremdung der Menschen von der Natur, die uns hier in Form der Bäume entgegentritt. Der Baum wird nicht als Lebewesen wahrgenommen sondern eingeordnet in eine funktionale bzw. zu funktionierende Umgebung unseres hochzivilisierten Lebens. Solch ein Funktionsgegenstand kann dann entsprechend den menschlichen Bedürfnissen bearbeitet werden. Dass ein Baum eine Zusammensetzung und ein Zusammenwirken von vielen "Einzelteilen" ist, die sich zum Teil gegenseitig bedingen, ist dem menschlichen Bewußtsein entzogen. So wird dann eingekürzt und angepaßt, was stört - sei es, um das Fernsehbild zu verbessern, die Belichtung der Terrasse zu erhöhen, den exkrementierenden Vögeln die Sitzgelegenheit über parkenden Autos zu nehmen, den Wert der beschatteten Eigentumswohnung zu erhöhen. (Bild folgt)
Diese Herangehensweise ist überregional verbreitet und macht auch an Bundesgrenzen nicht halt. Es gibt eine lange Geschichte für diese gewachsene Unsensibilität gegenüber den Bäumen, die aus unserer gut 2000-jährigen Entwicklung im christianisierten Zivilisationsprozess rühren, gegen die die letzten 20 Jahre in der Baumpflege nur schwer ankämpfen können. In drei Rubriken dieser Seite gibt es dazu weiterführende Bemerkungen.
Der Umgang mit den Bäumen läßt sich in drei Stufen gliedern, die sich aus fachlichen Gesichtspunkten und Kenntnisstand ergeben, mit ein dementsprechendes Vorwurfspotenzial aufweisen.
Wenngleich die Auswirkungen auf den Baum sich ähneln, steigt die Bedarftheit der Verursacher von der Unkenntnis des Laien über fachlich falsches durch den Baumpfleger und wird gekrönt durch den Sachverständigen als Verursacher.
 

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