Wertermittlung
Auf der Grundlage der FLL-"Richtlinie für die Wertermittlung von Schutz- und Gestaltungsgrün....." von 2002 werden Wertermittlungen an Bäumen, Gehölzen und Freianlagen durchgeführt. Neben dem ideellen Wert besitzen Pflanzen und Grünanlagen als bauliche Leistungen auch einen Geldwert.
"Dieser muss in zahlreichen Situationen konkret festgestellt werden :
- Für die Höhe des privatrechtlichen Schadensersatzanspruchs bei der Beschädigung oder Zerstörung von Schutz- und Gestaltungsgrün;
- Für die Höhe der Entschädigung von Schutz- und Gestaltungsgrün bei der öffentlich-rechtlichen Inanspruchnahme von Grundstücksteilen, ermittelt als Wertminderung des gesamten Grundstücks;
- Für die Höhe der Entschädigung von Schutz- und Gestaltungsgrün bei der öffentlich-rechtlichen Inanspruchnahme ganzer Grundstücke, ermittelt als Teil des Grundstückswertes;
- Für die Einschätzung der Rentabilität von Baumpflegemaßnahmen.
Weitere Anlässe für die Wertermittlung von Schutz- und Gestaltungsgrün können sein : Baulandumlegung, Flurbereinigung, Unterschutzstellung, Ausgleichsmaßnahmen, Baumschutzregelungen, Zugewinnnausgleich bei Ehescheidungen usw. " (zit. aus der Richtlinie, Seite 7).
In den meisten Fällen ist der Wert eines Gehölzes nicht gleichzusetzen mit dem was ein "neuer" Baum oder die Neupflanzung einer Hecke kosten würde.
Berechnungen im Rahmen der Wertermittlungen werden mit dem FLL-Datenbankprogramm "SuGprog" durchgeführt.
Hier Fotos zu Anwendungsbeispielen von Wertermittlungen:
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Beispiel Falsche Pflege |
Ein weiteres trauriges Beispiel aus der Praxis:
Dies fast 150 Jahre alte Blutbuche wurde zerstört, indem 50% der Krone "weggeschnitten" wurden (rote Linie: Krone heute, grüne Linie:Krone vor dem Schnitt)
Der Sachwert des Baumes vor dem Schnitt betrug fast 10.000 €.
Es ist ein Schaden von über 6.000 € entstanden.
Klaus Schöpe, Dipl.-Ing.ist von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen öffentlich bestellt und vereidigter Sachverständiger für die Wertermittlung von Freianlagen (Gärten, Grünanlagen, Gehölze) sowie Baumpflege, Verkehrssicherheit von Bäumen und Baumwertmittlung.
Durch Teilnahme an Weiterbildungen in diesem Bereich wird ein aktueller Wissenstand erreicht; neben den Baumpflegetagen in Augsburg und Osnabrück sind dies insbesondere die Teilnahme an "Das Gehölzseminar" in Hannover und gelegentliche Teilnahme an "Methode Koch am Runden Tisch" in Essen. Unverzichtbar ist aber auch hier der Austausch mit Kollegen und anderen Fachleuten, die in diesem Bereich arbeiten und aktiv sind.
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